Christine Laurenz-Eickmann

Christine Laurenz-Eickmann

Kurzbiographie

  • geb. 1954 in Brilon
  • lebt seit 2009 in Witten
  • drei erwachsene Kinder
  • 30 Jahre Tätigkeit als Real­schul­lehrerin für Deutsch und Französisch, Theater­­päda­­gogin
  • schreibt in erster Linie humorvolle Versliteratur, auch Stücke für das Schultheater und Prosa
  • Mitglied im Wittener Autorentreff, dort Koordinatorin für Lesungen in Seniorenheimen

 

Veröffentlichungen in Anthologien

z.B. in

  • der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, Band 9 und 12
  • best german underground lyrics 2005, Acheron-Verlag
  • Gedichte „Die Tücken der Technik“ und „Als der liebe Gott den Schlaf erfand“, Jokers Gedichte-Datenbank
 

Verfasserin zweier Bücher

  • „Perlenkette“, Sonderpunkt-Verlag Münster 2006
  • „Städterin auf dem Land“, Sonderunkt-Verlag Münster, 2012
 

Auftritte

 

Teilnahme mit Veröffentlichung und Preise

  • Dichter-Wettbewerb im Schiller-Jahr, Überwasserblick 2007, 1. Preis
  • Ennigerloher Dichtungsring 2007, 3. Preis
  • Münsteraner Gedichtwettbewerb der Marktbeschicker Münster 2008, 3. Preis
  • Veröffentlichungen im Gedichtwettstreit der WA Münster, 2007 und 2008
  • Einladung der Jury des Schreibwettbewerbs „Damenwahl“ im Rahmen des Fringe-Festivals der Ruhrfestspiele Recklinghausen
 

 

Gedichte von Christine Laurenz-Eickmann:

 

Die Tücken der Technik

Die Tücken der Technik,
die bringen mich um.
Ich fand mich noch niemals
im Leben so dumm.

Ich konnte stets vieles,
hab vieles geschafft,
doch von diesem Stile
nicht alles gerafft.

Ob Smart-phone, ob e-bay,
was soll ich euch sagen,
ich kann´s nicht allein,
ich muss immer fragen.

Macht´ viel mit Bedacht,
heut geht alles so schnell,
kann nicht mehr versteh´n,
was da aktuell.

Ne e-mail,
auch so was wie SMS,
dieses beherrsch ich,
wenn man mich nur lässt.

So schnell wie `ne e-mail
mein Hirn nicht agiert.
So kommt´s , dass Kontrolle
es bald schnell verliert.

Ich hab doch so vieles
im Leben geschafft,
wie kommt´s, dass mein Hirn
dieses alles nicht rafft?

Gefühl und die Liebe,
wo sind die denn noch?
Die Tücken der Technik,
die zieh´n mich ins Loch!

Die Technik für heute,
ich schalt´ sie mal aus.
Ich will sie nicht heute,
will Ruhe im Haus.

Ich setz mich mal hin
mit einem Glas Wein,
genieß die Musik,
und lass einfach mich sein.

 
 

Nikoläuse im August

Sie grinsen mich an, oh welch ein Frust:
Nikoläuse im August.
Als könnt´ man ohne nicht leben,
liegen Printen daneben.

Der Naschtrieb überwiegt,
die Sucht, sie hat gesiegt.
In mir zwei Seelen raufen,
als ich beschließe, Stollen zu kaufen.

Ess Stollen im September.
Verfallsdatum: November!!!

 
 

Der Euro-Rettungsschirm

Der Euro macht uns Sorgen.
Von Deutschland viele borgen
Gelder, Gelder noch und noch,
dabei ist‘s selbst im Euroloch.

Ein Schirm soll nun den Euro retten,
als wenn wir Geld für alle hätten!
Was hier als „Rettungsschirm“ bekannt,
wird in Frankreich „Parachute“ genannt.

„Parachute“ heißt übersetzt
„Fallschirm“ und wir fallen jetzt.
Ich habe den Entschluss gefasst,
dass „Parachute“ viel besser passt:

Nicht nur wir, vor allem
Die Kurse und die Aktien fallen.
Und wir fragen uns benommen:
Wann sind wir unten angekommen?