Lesung in der Bibliothek Witten

Am Donnerstag, 06.07.2017 um 19.00 Uhr, fand im Lesecafé der Bibliothek Witten eine Lesung des Wittener Autorentreffs statt zum Thema „Reisen“. Das Motto lautete: Aufbrechen – Ankommen – Unterwegs sein.

lesung-wittener-autorentreff

vlnr.: Hans-Werner Kube, Brigitte Griehl, Annegret Dittrich, Konnie Matena, Barbara Finke-Heinrich

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Frühling

ein leises Knistern, Knacken
Risse, die sich ausbreiten
wie ein Spinnennetz
ganz fein
und feiner
immer mehr
immer lauter
und Wärme
Licht, milchig doch
der entscheidende Schritt ist getan
mein Eispanzer hat einen Sprung

 

von Barbara Finke-Heinrich

Dieses Gedicht  wurde 2011 im Literaturkalender des polnischen Magazyn Cegla zweisprachig (also auch mit polnischer Übersetzung) abgedruckt.

Geschichten am Stall

Christine Laurenz-Eickmann und Helmut Rinke vom Wittener Autorentreff lesen im Dezember 2016 an mehreren Nachmittagen vor Kindern auf dem Wittener Weihnachtsmarkt “Geschichten am Stall”.

Folgende Termine stehen in dieser Adventszeit noch aus aus:

  • Christine – Mi. 14.12., 16-17 Uhr (musikalisch begleitet von Beate Telgheder, Akkordeon)
  • Helmut – 21.12., ebenfalls 16-17 Uhr

Der Stall befindet sich am Berliner Platz in Richtung Stadtgalerie.

Helmut Rinke

Helmut Rinke liest am Stall

Jahreslesung 2016

Die Jahreslesung 2016 des Wittener Autorentreffs findet statt
am    05. November 2016, 16.00 Uhr
in      Haus WittenRuhrstraße 86.

Die Autorinnen und Autoren haben sich auf ein konkretes Thema geeinigt. Es lautet: Identität.

Es geht um die Fragen: Wer bin ich? Wer bin ich nicht? Bin ich der, der ich bin? Wer möchte ich sein?

jahreslesung-2016-plakat

Der Andere

Omi sitzt auf der Parkbank unter einem Baum. „Fridolin“, ruft sie. Der Kleine tappst auf sie zu. Ein laufender Meter, wie Opa sagt, der dabei ist, die Welt zu erkunden.
Fridolin sieht auf den Weg vor sich, vorsichtig. Da ist jemand. „Da, da“, babbelt er. Sein Finger zappelt voran. Er tippelt hinterher, der Andere immer voraus. Fridolin kommt ihm nicht näher. Seine Beine sind noch sehr kurz.
Die Omi winkt ihm. Er will zu ihr. Aber immer ist der Andere vor ihm. Fridolin bleibt stehen. Der Andere auch. Schwarz ist er, der Andere, und größer ist er auch.
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Metamorphose

der Spatz
in der Hand
ist mir lieber
als die Taube
auf dem Dach

so liebe ich
den Spatz
in der Hand
dass er
je länger je mehr
ähnlicher wird
der Taube
auf dem Dach

von Hans-Werner Kube
erschienen am 06.07.2016 in der WAZ

Frühling

er kommt gekrochen
über die Hügel
durch die Auen
bis in unseren Garten

mühelos
beherrscht er
bald das ganze Land
schmückt Zweige
und Böden

mein winterhartes
Herz ist bereit

von Hans-Werner Kube
erschienen am 29.02.2016 in der WAZ